Einbruchschutz – was hilft wirklich?

Einbruchschutz

Sobald die Winterzeit anfängt, haben Einbrecher Hochsaison. Das ist noch immer so. Obschon es auch in den Sommermonaten immer wieder Einbrüche gibt, schätzen die meisten Einbrecher die Dunkelheit. Ideal ist die Winterzeit deswegen, weil es schon so früh dunkel wird und die noch vorherrschende Geräuschkulisse des Tages die Einbruchgeräusche oft übertönen. So können Einbrecher durchaus um 17:00 Uhr bei Dunkelheit eine Türe aufbrechen, ohne dass die Nachbarn wegen den Knackgeräuschen hellhörig werden.

Wer weiss besser, wie man in ein Haus einbricht als ein Einbrecher? Nach diesem Grundsatz hat ein US-Amerikanischer Fernsehsender im Rahmen einer interessanten Reportage 86 Einbrecher befragt, die derzeit im Knast sitzen. Die Interviews bringen erstaunliches zu Tage, denn die meisten Einbrecher lassen sich relativ einfach abschrecken. Hier die Ratschläge:

Einbruchschutz – was wirklich hilft!

Die schlechte Nachricht vornweg: Wenn jemand wirklich in ihr Haus einbrechen will, schafft er das auch. Einbrecher sind aber sehr gestresste Menschen und haben nicht sehr viel Zeit, denn in einer Nacht muss in mehrere Objekte eingebrochen werden. In der Regel werden pro Wohnobjekt maximal 8 – 10 Minuten aufgewendet, wovon ca. 60 Sekunden für den eigentlichen Einbruch, das Durchbrechen ihrer Schutzbarriere, kalkuliert werden.

Es geht nun also darum, dem Einbrecher prima Vista das Gefühl zu geben, dass jemand zu Hause ist. Leider schreckt das die Einbrecher immer weniger ab. Als zweite wichtige Massnahme gilt daher, den kritischen Faktor Zeit zu beeinflussen. Einbrecher kalkulieren oft Risiken sehr genau und schätzen den Aufwand für einen Einbruch genau ab. Scheitert der erste schnelle Versuch, brechen die Diebe gerne mal ab und gehen zum Nachbarhaus, dort wo die Türe vielleicht unverschlossen ist.

Die hier aufgeführten Ratschläge kommen nicht von der Polizei oder von selbsternannten Sicherheitsberatern, sondern von echten Einbrechern. Und wer wird es denn schon besser wissen, wie man in ein Haus einbricht?

Einbruchschutz Tipps

Mit diesen 7 sehr einfachen Tipps schützen sie ihr Haus vor Einbrechern.

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 1: Einfach mal alles abschliessen!

So trivial es klingt, so oft finden Einbrecher unverschlossene Haustüren oder Fenster vor. Das ist natürlich ein absoluter Traum für alle EInbrecher. Im übrigen ist es dann auch kein Einbruchdiebstahl mehr, sondern ein Einschleichediebstahl. Wie sie ihrer Versicherung erklären, wie der Einbrecher ins Haus gekommen ist, ist ihre Sache.

Bitte schliessen sie alle Türen und Fenster ab. Schliessen sie die Garage und sämtliche Oblichter. Idealerweise versehen sie schwache Fenster zusätzlich mit einem verschliessbaren Fenstergriff. Dieser bringt aber nur was, wenn die das Fenster auch wirklich verschliessen. Eine sehr geläufige Methode in Einbrecherkreisen ist ein schwaches Fenster mit Flachwerkzeugen minimal auf zu wuchten und mit einem Schlingendraht den Fenstergriff zu entriegeln. Dies vereiteln sie, indem der Fenstergriff abgeschlossen ist.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 2: Licht brennen lassen!

Tja, man wird es kaum glauben, aber das Licht brennen zu lassen ist nach wie vor eine der besten Einbruch-Präventionsmassnahmen. Einbrecher scheuen grundsätzlich Licht und helle Räume. Lassen sie das Licht grosszügig brennen, wenn sie zu Hause sind und vor allem, wenn sie ausser Haus sind!
Wenn sie noch nicht auf LED Leuchten umgestiegen sind, sollten sie das schnellstmöglich tun. Ihr Portemonnaie wird es ihnen längerfristig verdanken.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 3: Fernsehgerät laufen lassen!

Als weitere wichtige Abschreckungsmassnahme gilt das laufenlassen des TV-Gerätes. In der Dunkelheit ist ein laufendes TV-Gerät der Hinweis, dass jemand zu Hause ist,

Ich selber habe mir vor einiger Zeit einen TV-Simulator gekauft, da der Betrieb eines echten TV-Gerätes zu meiner Meinung nach zu viel Strom frisst. Ein TV-Simulator ist vom Prinzip her eine LED Lampe, welche mit den klassischen blau, gelb, grün und rot-tönen den Betrieb eines TV-Gerätes simuliert.

Wer weder TV Gerät noch TV-Simulator laufen lassen will, kann einfach auch den Radio in einer gewissen Lautstärke angeschaltet lassen. Einbrecher horchen vor der Tat, ob jemand zu Hause sein könnte.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 4: Bringen sie einen Alarmanlagen-Aufkleber an!

Auch wenn sie keine Alarmanlage besitzen. Ein Achtung: Alarmgesichert Aufkleber an der Aussentüre und an den Fenstern, wirkt wahre Wunder. Ein Einbrecher kalkuliert vor der Tat sein Risiko. Glauben sie mir, eine Alarmanlage ist ziemlich abschreckend.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 5: Stutzen sie Sträucher und Bäume ums Haus!

Um an das Einbruchobjekt zu gelangen, verwenden Einbrecher natürlichen Sichtschutz. Sehr beliebt sind Büsche, Bäume und Sträucher. In der Dunkelheit lassen sich Menschen, die sich so verstecken, nur sehr schwer erkennen. Ein wichtiger Ratschlag ist daher, Pflanzen in der unmittelbaren Nähe des Wohnobjekts auf ein vertretbares Mass zurück zu schneiden, um dem Einbrecher Tarnelemente der Natur zu nehmen. Das Anrücken vor das Gebäude und der Rückzug bei verdächtigen Geräuschen wird für den Einbrecher durch diese Massnahme massiv erschwert.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 6:  Ein grosser Hund!

Ein grosser Hund ist auch immer eine gute Alarmanlage. Einbrecher lassen sich gerne von der Anwesenheit von Hunden vertreiben. Wenn sie schon einen Hund haben ist das super. Wenn sie keinen grossen Hund wollen, können sie auch einen Warnkleber an der Türe anbringen. Zudem können sie vor dem Haus einen Fressnapf aufstellen, auch wenn sie keinen Hund besitzen. Das schreckt auch ab.

 

Einbruchschutz Ratschlag Nr. 7: Lassen sie ein Auto in der Einfahrt zu ihrem Haus stehen!

Wenn sich ein Auto in ihrer Einfahrt befindet, bedeutet dies, dass jemand zu Hause ist. Daher ist es ein wichtiger Ratschlag, ein Auto vor dem Haus stehen zu lassen. Wenn dann das Haus auch noch beleuchtet ist und ein TV-Simulator den Eindruck erweckt, dass jemand gerade im Wohnzimmer TV schaut, wird sich der normale Einbrecher abschrecken lassen und zum nächsten Objekt wechseln – eines, das nicht beleuchtet ist und jeder Trottel von 200 Metern Entfernung sieht, dass niemand zu Hause ist.

So, ich hoffe, dass sie sich mit diesen Ratschlägen vor Einbrechern schützen können. Kennen sie noch weitere Tipps? Ich freue mich auf ihren Kommentar.

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